Yoga im Unternehmen

Ein ausgeglichener Chef oder ein fitter, entspannter Mitarbeiter, der selbst Verantwortung für seinen schmerzfreien Körper und sein Wohlbefinden übernimmt, ist die Basis eines innovativen und erfolgreichen Unternehmens. Nicht ohne Grund steigt die Zahl der Firmen an, die ihren Mitarbeitern Yoga im Unternehmen anbieten. Hierbei geht es nicht nur um die körperliche Schmerzfreiheit, sondern auch um Stressabbau und um eine Art der Wertschätzung der eigenen Mitarbeiter.

Yoga im Unternehmen als Schmerzreduktion und Schmerzprävention

Durch langes Sitzen und falsche Haltung kommt es bei vielen Mitarbeitern und Chefs oftmals zu Schmerzen in Rücken und Nacken. Man fühlt sich steif, die Muskulatur ist hart und unbeweglich. Das kann nicht nur die Konzentration mindern, sondern auch zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen. Oftmals ist ein Bandscheibenvorfall nicht weit entfernt, der einen langen Arbeitsausfall zur Folge haben kann. Außerdem wird durch langes Sitzen der Blutkreislauf gestört und das Risiko, an Thrombosen, Herzkreislauferkrankungen und sogar Krebs zu erkranken, ist erhöht.

https://www.welt.de/gesundheit/article130891138/Sitzen-gefaehrdet-Ihre-Gesundheit.html

Durch gezielte Yoga-Übungen, die problemlos am Schreibtisch oder anderswo im Unternehmen durchgeführt werden können, kann all das oft verhindert werden. Im Folgenden sollen ein paar Beispiele gegeben werden, wie Yoga unsere ungesunden Verhaltensweisen im Arbeitsalltag wieder ausmerzen und uns zurück zu einem gesunden Körper bringen kann.

Wenn wir zum Beispiel den ganzen Arbeitstag auf einem Stuhl oder Ball sitzen, sind unsere Beine so gebeugt, dass unser Hüftbeugemuskel (M. iliopsoas) verklebt. Das kann dazu führen, dass der Muskel seine Elastizität verliert und das Becken nach vorne gezogen wird. Diese Haltung des Beckens löst auf Dauer Druck auf die Lendenwirbelsäule aus und kann starke Schmerzen oder sogar im schlimmsten Fall einen Bandscheibenvorfall in diesem Bereich der Wirbelsäule hervorrufen. Im Yoga-Training wird das Bein nach hinten gestreckt und der Hüftbeuger gezielt gedehnt, sodass er in seine natürliche Länge zurückfindet. So kann man eine Öffnung der engen Hüftmuskulatur schaffen und den Druck in der Wirbelsäule lösen.

Für die Brustmuskulatur kann Yoga einen ähnlichen Effekt haben. Im Büro wird fast ausschließlich an Rechnern gearbeitet und die Brustmuskulatur, sowie die Schultermuskulatur wird nur einseitig belastet. So kann es zu einer Rundung des oberen Rückens kommen und die Schulter-/ Nackenmuskulatur wird fest. Rücken- sowie Nackenschmerzen sind die Folge, die eine Abwärtsspirale auslösen. Denn je größer der Schmerz, desto mehr die daraus folgende Schonhaltung und dies wiederum begünstigt weitere Schmerzen. Wieder können hier gezielte Yoga-Übungen dieser Schmerzspirale entgegenwirken: Einfache Übungen wie Schulterkreisen oder Bewegungen im Schulterblatt, reichen hier oftmals schon aus.

Mindestens so wichtig wie eine Schmerzreduktion, ist die Schmerzprävention. Das heißt, der Körper wird gestärkt, mobilisiert und gedehnt, sodass gesundheitliche Probleme erst gar nicht entstehen und ein längerer Arbeitsausfall verhindert werden kann. Durch gezielte Yoga- und Rückenübungen, erlernt der Mitarbeiter seinen eigenen Rücken kennen und spürt welche Haltungen für die Wirbelsäule gesund sind. So lehrt Yoga im Unternehmen die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen und gibt die Möglichkeit, eigenverantwortlich für die Gesundheit zu sorgen.

Yoga zur Reduzierung unseres Stresslevels

Beruflicher Stress ist eine zunehmende Herausforderung in jedem Unternehmen. Die Anforderungen werden höher, die Mitarbeiter reduziert und so muss jeder im Unternehmen in kürzerer Zeit mehr leisten. Das kann zu einem erhöhten Stresslevel führen, den man auch an den aktuellen Zahlen einer AOK Studie sehen kann: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239872/umfrage/arbeitsunfaehigkeitsfaelle-aufgrund-von-burn-out-erkrankungen/

Waren es 2004 nur 0,6 Prozent Arbeitsausfälle aufgrund von Burnouts, sind es 2018 bereits 5,7 Prozent je 1000 Mitglieder der Krankenkasse. Das ist ein dramatischer Anstieg, der zum Handeln anregen sollte.

Hierbei kann Yoga im Unternehmen eine gute Möglichkeit sein, das eigene Stresslevel zu senken und für spätere Situationen besser gewappnet zu sein. Man lernt nicht nur, entspannter an gewisse Situationen heranzugehen, sondern auch körpereigene Signale zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren. Außerdem werden in der Yoga-Praxis Glückshormone ausgeschüttet, sodass ein natürliches Wohlbefinden eintreten kann, das den Umgang mit Stress erleichtert.

Ein weiterer Punkt ist die Atemschulung. Dass die Atmung Einfluss auf unser Nervensystem hat, wird schon in den Schulbüchern gelernt. Ein entspannter und tiefer Atem macht einen ruhig und locker, wohingegen eine schnelle und flache Atmung aufgewühlt, aber auch wach machen kann. Diese Atemsteuerung kann man sich nun gezielt zu Nutze machen, indem man seine Nervensysteme, den Sympathikus oder Parasympathikus, so aktiviert, wie man es gerade braucht. Wenn ich mich gerade konzentrieren möchte, aktiviere ich also den Parasympathikus und passe meine Atmung entsprechend an. Dies hilft zum Beispiel bei einem Vortrag vor Kolleginnen und Kollegen, denn ich kann auf diese Weise meine Nervosität einfach weg atmen und mich so besser konzentrieren. Wenn ich aber gerade Power brauche, setze ich auf den Sympathikus und werde fit und leistungsfähig. In einer Woche mit vielen Überstunden dagegen kann ich jene Atemtechnik anwenden, die mich wach macht und mein Durchhaltevermögen stärkt. So können Chef und Mitarbeiter langfristig auch lernen, die eigenen Emotionen in den Griff zu bekommen. Streit, Wutausbrüche oder lautstarke Diskussionen können an einem Arbeitsplatz eher vermieden werden, an dem vorher bestimmte Atemtechniken erlernt worden sind.

All das, kann Yoga in einem Unternehmen bewirken und erreichen.

Yoga für Führungskräfte

Auch für Führungskräfte steigen das Arbeitspensum und das dazugehörige Stresslevel stetig an. Immer häufigere Geschäftsreisen, steigende Verantwortung und das immer wieder kommende Gefühl, zu viel Termine in zu wenig Zeit wahrnehmen zu müssen, kann zu einer Überforderung führen. Nicht selten haben Führungskräfte, CEOs oder Manager ein viel zu hohes Stresslevel oder sogar ein Burnout. Hier kann Yoga sehr gut helfen, denn durch Achtsamkeitstraining, bestimmte Atemtechniken und Mini-Meditationen, kann nicht nur Stress reduziert werden, sondern auch präventiv verhindert werden. Yoga im Unternehmen und ein qualitatives Coaching ermöglicht hier ein umfangreiches Know-how, um zu viel Stress zu erkennen, darauf zu reagieren und fokussierter und effektiver als vorher zu sein. Denn aufgrund von zu viel Anspannung, nimmt die Konzentration und Produktivität ab, was auf Dauer zu einer Minderung der Leistungsfähigkeit führt.

Yoga im Unternehmen als Teamstärkung

Stellen Sie sich einmal folgende Frage: „Zu welcher Arbeitsstelle würde ich lieber gehen?“

Arbeitsstelle 1: Aufgrund Zeitmangels, gibt es kaum private Kommunikation zwischen den Kollegen. Niemand weiß mehr als nur den Namen von den anderen. Vielleicht, herrscht untereinander ein Konkurrenzkampf oder sogar Mobbing. Die Stimmung ist angespannt und das Stresslevel von Mitarbeitern und Chef ist hoch.

Arbeitsstelle 2: Der Arbeitgeber sorgt dafür, dass Kollegen und Kolleginnen Zeit für etwas Smalltalk haben. So kann jeder mehr als nur das nötigste von seinen Arbeitskameraden erfahren und eine freundschaftliche Bindung aufbauen. In der Mittagspause oder nach Feierabend treffen sich einige Mitarbeiter zum gemeinsamen Yoga-Training im Hause, um zusammen in die Gesundheit zu investieren.

Trotz dieser überspitzten Gegenüberstellung wird schnell klar, was dieses Beispiel veranschaulichen soll: Viele werden sich wohl intuitiv die zweite Arbeitsstelle der ersten vorziehen. Aber warum eigentlich?

Wir verbringen sehr viel Zeit in unserer Arbeit, meistens acht bis zehn oder mehr Stunden am Tag. Da ist es schon verständlich, wenn wir uns diese Zeit so angenehm wie möglich gestalten wollen. Ein gutes Arbeitsklima und eine positive Haltung der eigenen Firma und den Kollegen gegenüber hat nicht nur positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, sondern steigert auch die Produktivität und verringert die Krankheitstage im Unternehmen. https://www.greatplacetowork.de/events-and-great-blog/blog/stress-und-wohlbefinden-am-arbeitsplatz-eine-europaweite-studie/

Yoga im Unternehmen über Zoom oder Skype

In einer Welt, die mitten in dem Zeitalter der Digitalisierung steckt, ist Online-Unterricht kaum wegzudenken. Die zeitliche und örtliche Flexibilität ist nicht zu übertreffen. Außerdem kann durch ein gezieltes Online-Training, platzsparend und ortsunabhängig geübt werden. Ob auf Geschäftsreise, Zuhause oder im Unternehmen, überall kann Yoga praktiziert werden. Die Qualität des Unterrichts leidet hierbei nicht, da durch Kamera und Mikrofon, gleiche Bedingungen wie in einer normalen Yoga-Stunde geschaffen sind.

Fazit

Von Yoga im Unternehmen profitieren nicht nur Chef und Mitarbeiter, sondern die gesamte Firmenstruktur. Eine Verbesserung wird nicht nur auf gesundheitlicher und psychischer, sondern auch auf sozialer Ebene vorgenommen. Dies wirkt sich langfristig positiv auf das Betriebsklima aus und kann somit auch positive wirtschaftliche Effekte auslösen.

So ist es in einem innovativen Unternehmen heutzutage unerlässlich, Yoga oder andere sportliche Aktivitäten für seine Mitarbeiter anzubieten.

Allgemein kann man sagen, dass ein angenehmes Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeiter und Chef eigenverantwortlich auf ihre körperliche und psychische Gesundheit achten, eine produktivere und erfolgreichere Firma bedeuten.

Sie wollen auch in Ihrer Firma die Vorteile von Yoga nutzen?

Dann melden Sie sich gern bei mir 😊

Die Yogatante | Tamara Lohr

Yogalehrerin | Sport- und Gesundheitstrainerin

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